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Seminar 2: Herzmechanik

Lernziele

  1. die typischen Druckverläufe in den Herzkammern und den großen Arterien (Aorta und A. pulmonalis) während des Herzzyklus beschreiben können. (MC) (SMPP)
  2. den Kontraktionszyklus des Herzens mit Anspannungs- und Austreibungsphase der Systole und Entspannungs- und Füllungsphase der Diastole beschreiben können. (MC) (SMPP)
  3. Mechanismen der Anpassung der Pumpfunktion des Herzens an Änderungen von Vor- und Nachlast (Frank-Starling-Mechanismus) anhand des Druck-Volumendiagramms erläutern können. (MC) (SMPP)
  4. das Druck-Volumendiagramm des Herzens beschreiben und davon abgeleitete Größen (enddiastolisches und endsystolisches Volumen, Schlagvolumen sowie Auswurffraktion) herleiten können. (MC) (SMPP)
  5. die Auswirkung inotroper Stimulation durch Sympathikus oder Sympathomimetika auf das Druck-Volumendiagramm des Herzens erläutern können. (MC) (SMPP)


Lernziel 1

Druckverläufe Herzkammern und Arterien

Lernziel 2

Kontraktionszyklus Herz

Phasen der Herzkontraktion

Phasennummerierung bedeutend für Wirkungstarget von Antiarrhythmika (bei Wirkung an speziellen Kanälen)

Herztöne

Lernziel 3

Frank-Starling-Mechanismus

Lernziel 4

Druck-Volumendiagramm (P - V Diagramm)

auxotone Kurve annähernd Ausgleichsgrade zwischen Isovolumetrischen und Isobaren Maxima (in Wahrheit nicht linear)

Enddiastolisches Volumen - 140ml
isovolumetrische Kontraktion bis Erreichen von 80mmHg
auxotone Austreibungsphase - kürzester Weg zur auxotonen Ausgleichsgerade (Unterstützungskurve)
Endsystolisches Volumen - 70ml
isovolumetrische Entspannungsphase und danach isobare Füllungsphase

Differenz EDV ESV ist Schlagvolumen - hier 70ml
Ejektionsfraktion = Schlagvolumen / EDV

Fläche in der Kurve ist Volumen mal Druck und ergibt Arbeit (Kurve wird manchmal auch Arbeitsdiagramm genannt)
⇒ Herzarbeit (bei gesunden Erwachsenen 0,9Nm (Druckvolumenarbeit)
vgl Beschleuningungsarbeit bei gesunden Menschen nur 0,009Nm (nur für Schlagvolumen, Strömungsaufrechterhaltung durch Windkesselfunktion der Aorta)
- bei Nachlassen der Windkesselfunktion nimmt Beschleuningsarbeit und Druckvolumenarbeit zu zB im Alter

isovolumetrische Anspannungsphase keine Druckvolumenarbeit oder Beschleuningsarbeit, dennoch 70% ATP in dieser Phase verbraucht — tension heat (Aufbau der Wandspannung
σ (relative Wandspannung) ∼ Radius Herz (je größer desto mehr Kraft für Wandspannung notwendig) — Laplace Gesetz
⇒ Wirkmechanismus akuter Herzmedikation Schleifendiuretikum und Nitro (geringeres Herzvolumen, letzteres durch Dilatation der Blutgefäße)

Lernziel 5

ionotrope Stimulation durch Sympathikus oder Sympathomimetika


weitere Notizen

entspricht Praktikum Synopsis der Herztätigkeit

Turboladerfunktion der Vorhöfe (Erhöhung Ventrikeldruck ohne Kontraktion dieser durch Vorhofkontraktion)
→ in Ruhe irrelevant, deshalb VFlimmern meist asymptomatisch in Ruhe

Was ist der Venenpuls?

tetanische (Verschmelzungsfrequenz) - langsam 10Hz, schnell 100Hz