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Vorlesung 2: Patient/in mit AV-Block: Klinik und Ursachen von Erregungsbildungs- und -leitungsstörungen

Lernziele

  1. auf pathophysiologischer Grundlage die Hauptursachen sowie die hämodynamischen Folgen einer Blockierung der AV-Überleitung am Herzen beschreiben können. (MC) (SMPP)
  2. die bei Blockierung der AV-Überleitung am Herzen zu erwartenden spezifischen Angaben in Anamnese und spezifischen Befunde bei der körperlichen Untersuchung benennen und zuordnen können. (MC) (SMPP)
  3. die Grundzüge der medizinischen Diagnostik, Therapie und Betreuung bei Blockierung der AV-Überleitung am Herzen herleiten können. (MC) (SMPP)


Lernziel 1

Pathophysiologie und Ursachen

Hämodynamische Folgen

Lernziel 2

spezifische Angaben in Anamnese

Lernziel 3

Diagnostik

Therapie und Betreuung


weitere Notizen

Definition
atrioventrikuläre Überleitungsstörungen die zu Verzögerung oder Unterbrechung der Reizleitung von Vorhöfen zu Ventrikeln führt
Klassifikation
AV-Block I ist alleinige Verzögerung der Überleitungsgeschwindigkeit
AV-Block II Mobitz I (auch Wenkebach genannt, suprahissär)- Intervalle werden länger bis es ausfällt, Mobitz II (auch nur als Mobitz bekannt, infrahissär) - Intervalle gleich, manchmal fällt einer aus
AV-Block II höhergradig - meist mit supraventrikuläre Tachykardie verbunden (intermittierende Übertragung, suprahissär), zT nicht-pathologisch
AV-Block III vollständige Unterbrechung AV-Weiterleitung (Asystolie, AV-Dissoziation - Erregung von Atrien und Ventrikel unabhängig voneinander)

suprahissär (zB im Bereich AV-Knoten) - sekundäres Automatiezentrium - junktionaler Ersatzrhythmus (45-55bpm)
infrahissär (zB im Bereich der Tawara-Schenkel - tertiäres Automatiezentrium - ventrikulärer Ersatzrhythmus (20-45)

Sinusknotenzellen und Reizleitungszellen besitzen beide Spontandepolarisationspotenzial, jedoch sind letztere wesentlich langsamer