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Seminar 1: Triebkräfte für den Stofftransport an Epithelien und Endothelien (Kapillaren)

Lernziele

  1. die Begriffe Tonizität und Osmolarität definieren können. (MC)
  2. die Bedeutung der Osmose für die Regulation des Wasserhaushaltes der Zelle (Beispiel: Erythrozyt) erläutern können. (MC)
  3. darlegen können, wie die Diffusionszeit und die Konzentration eines Stoffes von dessen Entfernung vom Ursprungsort abhängt (2. Ficksches Gesetz). (MC)
  4. den Zusammenhang von treibender Kraft (Druck, Konzentrationsgradient, elektrisches Potential), Permeabilität und Stofftransport am Beispiel von Ultrafiltration und Dialyse darstellen können. (MC)
  5. das Zusammenspiel des trans- und parazellulären Transports von Na+ und Cl- bei lecken und dichten Epi- und Endothelien am Beispiel der Schweißsekretion erläutern können. (MC)


Lernziel 1

Tonizität
relative Beurteilung des osmotischen Druckes beiderseits einer Membran (beurteilung hypo-,iso-,hyperton)
Osmolarität (pro Volumeneinheit Lösung) ≠ Osmolalität (pro Masseeinheit Lösung)
Konzentration osmotisch wirksamer Teilchen pro Einheit Lösung (die osmotische Wirksamkeit ist nicht von der Teilchengröße abhängig, nur von der Anzahl der sich frei in Lösung befindlichen Komponenten)
Makromoleküle → kolloidosmotischer Druck (entsprechen nicht Prinzip nach Anzahl der freien Moleküle)

Lernziel 2

Osmose für Regulation des Wasserhaushaltes (Bsp Erythrozyt)

Tonizität entspricht nur der Osmolarität, wenn die gelösten Stoffe vollständig vom Membrandurchtritt abgehalten werden (Reflexionskoeffizient = 1), wenn diese ebenfalls teilweise durchtreten (Reflexionskoeffizient < 1) hängt die Tonizität von den Art der Stoffe beiderseits der Membran ab

Reflexionskoeff = Anzahl nicht membrangängiger Moleküle / Anzahl aller gelösten Moleküle (1 enspricht keine Membrangängigkeit)

Lernziel 3

Abhängigkeit Diffusionszeit und Konzentration von Entfernung (2. Ficksches Gesetz)

∂c/∂t = D (∂²c/∂x²)

Lernziel 4

Triebkräfte des endo- und epithelialen Transports
Gradienten der Konzentration, Druck (hydrodynamisch - durch Strömung, hydrostatisch), elektrisches Potenzial (alle Ionen betroffen)
Temperatur unwichtig

Ultrafiltration
treibende Kraft:

Permeabilität
Stofftransport

Dialyse
Entfernung von Flüssigkeit und gelösten Stoffen extrakorporal durch semipermeable Membrane
treibende Kraft

Permeabilität
Stofftransport

Lernziel 5

Schweißsekretion - trans- und parazellulärer Na+ und Cl- Transport an lecken und dichten Epithelien
(Schweißsekretion in Endstücken ekkriner Schweißdrüsen)

Zusammenspiel trans- und parazellulärer Transport

Regulation: Aldosteron (vermehrter Einbau von Natriumkanälen und -transportern für Rückresorption ⇒ Wasser ebenfalls resorbiert)

Muskarinicher Acetylcholinrezeptor (M3-Typ wirkt auf die Schweißsekretion über Wirkung von Calcium auf Chloridkanal)


weitere Notizen

1. Ficksches Gesetz - Abhängigkeit der Teilchemstromdichte von der Konzentration
J = - D δc/δx