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Vorlesung 2: Plazentabildung, ektope Implantation und Zwillinge

Lernziele

  1. die Entstehung und die wesentlichen Funktionen der Plazenta erläutern können. (MC)
  2. die zellulären Strukturen der sich im zeitlichen Verlauf der Schwangerschaft verändernden Plazentaschranke erläutern können. (MC)
  3. Eihäute (Amnion, Chorion) und Dezidua definieren können. (MC)
  4. die Plazentaverhältnisse bei Mehrlingsschwangerschaften beschreiben können (diamniotisch, dichoriotisch, eineiig versus zweieiig). (MC)
  5. typische Orte ungünstiger extra- (Eileiter-, Ovar- und Bauchhöhlenschwangerschaft) und intrauteriner Implantation (cervikal) benennen können. (MC)
  6. die Unterschiede in der Durchgängigkeit der Plazentaschranke für verschiedene Substrate beschreiben können. (MC)


Lernziel 1


Plazenta

Entstehung

Aufbau
wesentliche Funktionen

Lernziel 2


Plazentaschranke

mütterliches Blut fließt in interviliösen Raum, kindliches Blut durch in Chorionzotten liegende Nabelgefäße → keine Vermischung, gewährleistet durch Plazentaschranke
bis zum 4. Monat (Grundaufbau Nabelgefäßendothel, Zyto- und Syncytiotrophoblast mit Stroma)

ab dem 4. Monat (der Grundaufbau wird dünner und durchlässiger, nur noch Endothel und Syncytiotrophoblast)

Lernziel 3

Eihäute - Gewebeschichten, die Embryo/Fetus im Uterus umgeben; Bildung der Fruchtblase und Produktion und Austausch von Fruchtwasser

Amnion und Chorion beides kindliche Strukturen (innere und äußere)
Dezidua mütterlich (äußerste Eihaut)

Lernziel 4


Plazentaverhältnisse bei Mehrlingsschwangerschaften

Plazentaverhältnisse von Mehrlingsschwangerschaften wirken sich auf mögliche Risiken in der Schwangerschaft aus
eineiig vs zweieiig
medizinisch ist diese Unterscheidung nicht besonders relevant, da unterschiedliche Plazentaverhältnisse der Mehrlinge zu Komplikationen führen kann
da zweieiige Zwillige aus unterschiedlichen Zygoten entstehen, handeln es sich immer um dichoriotische Schwangerschaften
bei eineiigen Zwilligen hängt dies vom Zeitpunkt der Aufteilung ab
dichoriotisch

diamniotisch ← monochorial
monoamniotisch


Lernziel 5


Orte ungünstiger extra- und intrauteriner Implantation

gewisse Wahrscheinlichkeit der Einnistung Blastocyst außerhalb physiologischer Region in Gebärmutterhöhle, mit Ausnahme von Bauchhöhle nicht lebensfähig (seltene Lebendgeburten dokumentiert, jedoch durch Blutungsrisiko sehr gefährlich)
extrauterine Implantation (Extrauteringravidität EUG)
großteil Eileiterschwangerschaften, jedoch Implantation auch in Eierstöcken oder Bauchhöhle möglich

⇒ intrauterine ektope (nicht am physiologischen Ort) Implantation
Schwangerschaften in Gebärmutterhals oder Gebärmutterwand (oft in Narbe nach Kaiserschnitt)

Lernziel 6


Durchgängigkeit der Plazentaschranke für verschiedene Substrate

funktionell eine Filtermembran die fetales und maternales Blut trennt
Mechanismen des Übertritts

große Immunglobuline und Makromoleküle können nicht übertreten, insgesamt durchlässiger als Blut-Hirn-Schranke

weitere Notizen