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Seminar 2: Hämorheologie

Lernziele

  1. den Einfluss der im Hagen-Poiseuille-Gesetz angegebenen Parameter auf die Volumenstromstärke erklären können. (MC)
  2. mit Hilfe des Newtonschen Reibungsgesetzes darlegen können, welche Paramter die Reibungskraft innerhalb einer Flüssigkeit beeinflussen. (MC)
  3. den Fahraeus-Lindquist-Effekt erläutern und seine Bedeutung für die Mikrozirkulation darstellen können. (MC)
  4. Verformbarkeit und Aggregationsverhalten der Erythrozyten erläutern und den Einfluss des Hämatokritwertes auf die Viskosität des Blutes darlegen können. (MC)
  5. die Unterschiede zwischen Newtonschen und Nicht–Newtonschen Flüssigkeiten am Beispiel von Blut und Blutplasma darlegen können. (MC)


Lernziel 1

Hagen-Poiseuille-Gesetz

V - Volumenstrom
η - Viskosität der Strömenden Flüssigkeit
l - Länge des Rohr
r - Innenradius Rohr
Δp - Druckdifferenz
I = delta P / R -> äquivalent zum ohmschen Gesetz

Volumenstrom ist:

Lernziel 2

Newtonsches Reibungsgesetz - Reibungskraft zwischen zweier gegeneinander bewegsten Platten mit Flüssigkeit dazwischen
F = η * (Δv/Δx) * A

Lernziel 3

Fahraeus-Lindquist-Effekt
Erythrozyt ordnen sich in der Mitte der Kapillaren an, wo Strömungsgeschwindigkeit am größen ist (Axialmigration), am Rand bildet sich eine Gleitschicht

Lernziel 4

Verformbarkeit und Aggregationsverhalten der Erythrozyten und Einfluss Hämatokrit auf Viskosität

Lernziel 5

newtonsche und nicht-newtonsche Flüssigkeiten



weitere Notizen

Hämorheologie - Lehre vom Blutfluss

A1 * V1 = A2 * V2 Kontinuitätsgleichung
-> in Kapillare geringere Geschwindigkeit als Aorta, da insgesamt größere Querschnittsfläche durch viele Verzweigungen
-> Prinzip auch bei Dialyse
hydrostatischer Druck in Aorta 120mmHg, Kapillaren 30mmHg, Venole 10mmHg
kolloidosmotischer Druck (5mmHg in Richtung Interstitium, 25mmHg in Richtung Blut)
-> in Summe 10mmHg in Richtung Interstitium in Kapillare
-> in Summe 10mmHg in Richtung Venole

laminare Strömungen

turbulente Strömungen -> zB Klappenveränderungen, Gefäßstenosen
Reynolds-Zahl R = rho * v * l / eta -> Umschlag laminar bei verschiedenen Gefäßen unterschiedlich