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Praktikum: Wie konstruiere ich einen guten Fragebogen?

Lernziele

  1. Fragetypen (offene/geschlossene Fragen) und Regeln der Frageformulierung (nicht suggestiv/kurz und prägnant, Anpassung an Alltagssprache etc.) benennen können. (SMPP)
  2. Regeln einer optimalen Dramaturgie der Befragung (Eisbrecherfrage, Positionseffekte etc.), Länge und Reihenfolge der Fragen (Sequenzeffekte etc.) anwenden können. (SMPP)


Lernziel 1

Fragetypen
Regeln der Frageformulierung

  1. Klarheit — einfache, unzweideutige Fragen (Ziel gleiches Verständnis aller Befragten)
  2. kurze Fragen — Vermeidung langer oder komplexer Fragen
  3. keine Hypothesen — hypothetische Fragen vermeiden
  4. Verneinungen vermeiden — keine doppelten Stimuli (zwei Optionen zB Chopin und Wagner) oder Verneinungen
  5. Unterstellungen vermeiden — keine Unterstellungen oder Suggestivfragen
  6. Wissenstand beachten — Fragen über Informationen, die die meisten Befragten nicht haben
  7. zeitlicher Bezug — Fragen mit eindeutigen zeitlichen Bezug
  8. Überschneidungen vermeiden — erschöpfende und disjunkte (Überschneidungsfreie) Antwortkategorien
  9. Kontext beachten — Kontext der Frage soll sich nicht auf deren Beantwortung auswirken
  10. Begriffe definieren — unklare Begriffe definieren

Lernziel 2

optimale Dramaturgie einer Befragung
Einleitungsfrage - Eisbrecherfrage (einfache, dennoch relevante Fragen)
schwierige/komplexe Fragen im zweiten/dritten Drittel der Befragung erst
Demografische Angaben (vertikale soziale Determinanten - Indikatoren Schichtzugehörigkeit, Geschlecht, etc) entweder Anfang oder Ende
Länge/Reihenfolge der Fragen
komplizierte Fragen erst in Mitte der Befragung, einfache, aber dennoch relevante Fragen am Anfang für gute Einleitung des Probanden



weitere Notizen

Beurteilungsskalen
Numeralskala